Aufbau und Inhalt einer Trainingseinheit

Für jede Trainingseinheit stellt sich die Frage – was mache  ich mit meinen Spielern?

Damit für die Spieler der Wiedererkennungswert und ein „roter Faden“ im Training zu erkennen ist, sollte sich der Trainer an ein Rahmenkonzept in der Trainingsplanung halten.

Jede Trainingseinheit sollte immer unter ein Thema bzw. Ziel stehen. Dies können z.B. „Schule und verbessere das Kleingruppentaktische Zusammenspiel zwischen Kreisläufer und Rückraum“ oder „Schulung des Abwehrverhaltens in einer 6:0 Deckung im Mittelblock“. Dieses Thema zieht sich dann möglichst vom Aufwärmen bis zum Ende der Trainingseinheit wie ein roter Pfaden durch alle Inhalte.

Wichtig: im Trainingsalltag ist das im folgenden beschriebene „Rahmenkonzept“ nicht immer zu 100 % anzuwenden. Es gibt Themenbereiche da bieten sich manche Bausteine nicht an oder die zeitliche Einteilung varriert aufgrund von Themenschwerpunkten.

Im folgenden wird beschrieben wie eine Trainingseinheit aufgebaut wird.

Eine Trainingseinheit gliedert sich wie folgt auf:

Zeitlich verteilen sich die Bausteine dann folgendermaßen:

Einleitender Teil 30 Minuten
Grundübung 20 Minuten
Grundspiel 20 Minuten
Zielspiel 20 Minuten

Dem einleitenden Teil mit Aufwärmen, den Übungsformen und dem Torwart einwerfen kommt ein elementarer Teil im Handballtraining zugute. Die Spieler sollen auf die körperliche Belastung sowie Beanspruchung vorbereitet werden. Darüber hinaus wird durch ein vielfältiges Aufwärmprogramm das Verletzungsrisiko der Spieler minimiert.

Im Teil „Aufwärmen“ wird der Körper langsam auf die Belastung vorbereitet. Dies kann unter anderem durch normales laufen oder durch koordinative Übungen, Balltechnik und Stabilisierung erreicht werden. Im Teil „Übungsform“ können Handballähnliche Spiele wie ein Parteiballspiel oder kleine Wettkämpfe die die körperliche Anstrengung langsam erhöhen angeboten werden. Es eignen sich dazu auch Kraft oder Schnelligkeitsübungen. Im Anschluss sollte der Torwart durch die Spieler eingeworfen werden. Dabei bietet es sich an, durch die Feldspieler nicht nur den Ball auf den Torwart werfen zu lassen, sondern dabei noch weitere Übungen einzubauen (z.B. vor dem Wurf eine Körpertäuschung einbauen, oder nach dem Wurf eine kurze Sprintübung).

Wichtig: bereits beim Aufwärmen sollte das Ziel der gesamten Trainingseinheit berücksichtig werden und entsprechend Inhalte erarbeitet werden.

Was sind Grundübungen und Grundspiele?

Im Anschluss geht es an die Grundübung und dem Grundspiel. In der Trainingseinheit sollten maximal zwei Grundübungen und ein Grundspiel angeboten werden. Diese sollten didaktisch aufeinander aufbauen und lassen sich durch Variationen in ihrer Grundaufstellung erhalten, aber dennoch für Spieler abwechslungsreich machen.

Dabei geht es in den Grundübungen hauptsächlich darum, technisch- taktische Verhaltensweisen einzutrainieren. Dies kann in einer individuellen Schulung oder in der Kleingruppe geschehen.

Das Grundspiel baut inhaltlich auf den Grundübungen auf.

Die Grundspiele sind die Hauptstraße zurEntwicklung der Spieler. Es wird die individuelle Spielfähigkeit der Spieler gefördert und entwickelt. Dabei geht es um die Vermittlung taktischer Grundprinzipien, die durch die freie Entscheidung der Spieler gefördert wird. Die Spier sollen eigenständig ihr Abwehr oder Angriffsverhalten entsprechend der Spielsituation innerhalb der Einschränkungen des Trainers ändern und ggf. eigene Lösungen erarbeiten.

Die Trainingseinheit endet abschließend mit einem Zielspiel, das die Zielsetzung der Trainingseinheit abschließend bearbeitet. Das im Vorhinein erarbeitete Wissen soll durch die Spieler eigenständig eingesetzt werden. Dazu eignen sich häufig Handballspiele mit Taktikvorgaben durch den Trainer (z.B. verschiedene Abwehrvariationen). Es können dabei für den Wiederkennungswert Grundspiele entsprechend modifiziert werden.